Was Du mit Deinem alten Content anstellen kannst

Aus den Augen, aus dem Sinn – so könnte man den Content vieler Webseiten beschreiben. Tatsächlich gibt es viele Webseitenbetreiber, die sich lediglich um die Erstellung von frischem Inhalt kümmern. Dieser gerät nach der Erstellung in Vergessenheit. Ein großer Fehler, es gibt nämlich Content, der nach gewisser Zeit nicht mehr aktuell ist oder nicht länger der Wahrheit entspricht.

Bei einigen Artikeln lohnt es sich, sie aus der Fundgrube auszugraben, um sie zu aktualisieren und neu aufzubereiten. Im nachfolgenden Artikel erkläre ich Dir, was Du mit Deinem alten Content konkret anstellen kannst.

Alter Content kann Dein Ranking positiv und negativ beeinflussen

Nur wenige Webseitenbetreiber machen sich ernsthafte Gedanken um die Aktualität ihres Contents. Für sie hat die reine Erstellung von frischem Content oberste Priorität. Dabei kann alter Content das Ranking einer Webseite positiv, aber auch negativ beeinflussen. Letzteres ist natürlich ein Problem, den ersten Punkt kannst Du zu Deinem Vorteil nutzen.

Grundsätzlich informieren viele Webseitenbetreiber im Impressum oder auf einer anderen Seite, dass sie keine Verantwortung über die Richtigkeit und Aktualität ihres Contents nehmen. Schön und gut, wie wirkt aber eine falsche oder nicht mehr aktuelle Aussage auf einen Leser oder potenziellen Kunden? Sie hinterlässt mit Sicherheit keinen positiven Eindruck.

Analysiere aus diesem Grund Deine Webseite und werde Dir darüber bewusst, welcher Content veraltet sein könnte. Besser ist es natürlich, von Anfang an Aktualisierungen zu planen:

  • Überlege bereits bei der Content-Erstellung, ob Du einen Inhalt verfasst, der in absehbarer Zeit veraltet sein könnte.
  • Markiere Inhalte, die Du in Zukunft auf seine Aktualität und Richtigkeit überprüfen solltest.
  • Besitzt Du viel oder wenig Content, der (häufig) aktualisiert werden muss?
  • Kannst Du Dich selbst um die Aktualisierung kümmern oder lohnt sich externe Hilfe (Outsourcing)?
  • Gibt es alte Inhalte, die gar keine Relevanz mehr haben?
  • Sollte man unwichtigen, alten Content vielleicht löschen?
  • Gibt es alte Inhalte, die zu stark neuem Content ähneln (Risiko von Duplicate-Content).

Klasse statt Masse: Content streichen oder zusammenfassen

Für Webseitenbetreiber scheint der Gedanke, alten Content zu löschen, kontraproduktiv zu sein. Schließlich haben sie für seine Erstellung Geld und Zeit investiert. Sie müssen den Content aber auch von der Seite der User-Experience (UX) betrachten:

  • Schadet der alte Content der UX?
  • Ist seine regelmäßige Aktualisierung zeit- und kostenintensiv?
  • Wäre die Erstellung von neuem Content die schnellere, günstigere Alternative?
  • Ist seine Qualität nicht ausreichend?
  • Ranked der alte Artikel überhaupt (zufriedenstellend)?

Eine hohe Anzahl von Content kann die User-Experience nicht nur mit seiner Qualität verschlechtern, sondern auch durch sein breites Angebot. User möchten letztendlich Content finden, den sie suchen. Wenn aber eine Webseite viele ähnliche Artikel zu in etwa demselben Thema hat, muss der Besucher sie alle lesen, um die gewünschten Informationen zu erhalten. Das könnte ihm wiederum zu umständlich sein, weshalb er die Webseite verlässt. Die Lösung: Man komprimiert mehrere Artikel zu einem ultimativen Text, der alle relevanten Informationen beinhaltet.

4 Möglichkeiten, mit altem Content umzugehen

Alter Content äußert sich in den verschiedensten Formen. Wie Du mit ihm umgehst, hängt von Deiner individuellen Situation ab. Du musst folglich selbst entscheiden, welche Lösung die beste für Dich ist. Ich gebe Dir nachfolgend einige mögliche Optionen zur Auswahl:

  1. Nichts tun: Wenn Dein alter Content eine gute Leistung erbringt, sein Inhalt nicht veraltet oder von schlechter Qualität ist und seine Instandhaltung nicht kostenintensiv ist, dann brauchst Du nichts tun. Beobachte ihn aber weiterhin, die Situation kann sich schnell ändern.
  2. 404: Wenn Du eine Webseite löschst, erhalten Deine User den HTTP-Status 404, “Die Webseite konnte nicht gefunden werden”. Meist wirkt sich die Nachricht schlecht auf das Ranking und die User-Experience aus. Wenn der Content schlichtweg veraltet und von schlechter Qualität ist, bleibt Dir aber keine andere Alternative übrig.
  3. 301: Mit einer permanenten Umleitung (HTTP-Status 301) werden User zu einer neuen URL weitergeleitet, wenn sie die alte Seite aufrufen. Das lohnt sich jedoch nur dann, wenn Du den alten Content gelöscht und eine sinnvolle Alternative hast, um den User weiterzuleiten. Ansonsten sorgst Du lediglich für Verwirrung beim User. Unterrichte den User auch darüber, warum der alte Content gelöscht wurde und warum die Umleitung stattfindet.
  4. Aktualisieren: Im Rahmen einer Aktualisierung kannst Du neue Informationen hinzufügen. Die Aktualisierung kann auf verschiedene Arten erfolgen.
    – Du aktualisierst den Text mit neuen oder korrekten Informationen, ohne dass der User darüber informiert wird.
    – Du ergänzt neue Informationen am Anfang oder Ende des Textes und lässt die alten Infos unverändert. Informiere den User über diese Veränderungen und poste das Datum der Aktualisierung.

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